Malte Anders wirbt mit seinem Kabarett „Homologie“ für Toleranz
Die Frage, wie man das Haus verlassen will
Timo Schweitzer mit der Gleichstellungsbeauftragten Sabine Trettenbacher (r.), ihrer Kollegin Rosa Maria Ippisch (2. v l.) und Gesa Barke von der Berufsschule (3. v. l.). Foto: Berufsschule Erding.Eine „Unterrichtsstunde“ der ganz anderen Art durften am Dienstag die 11. Klassen der Beruflichen Oberschule Erding genießen: Kabarettist und Theaterpädagoge Timo Schweitzer ermöglichte als Aushilfslehrer Malte Anders einen humorvollen Einblick in das Thema Homosexualität und die Normalität des Andersseins.
Pünktlich mit dem „Gong“ ging es los, zuerst mit Deutsch: Hier erklärte Malte Anders zentrale Begriffe, unter anderem die Bedeutung von „homo“: Während es im Griechischen „gleich“ bedeutet, meint das gleichlautende lateinische Wort jedoch „Mensch“ – was die Absurdität der Beschimpfung „Du Homo!“ verdeutlicht. Weiter ging es mit Biologie, wo es um Homosexualität im Tierreich ging – ein Verhalten, das bei sehr vielen Arten verbreitet ist. Ob man gleich alle Konflikte mit Sex lösen muss, wie es die Bonobo-Affen machen, ist dann wieder eine andere Frage. Ein Abstecher ins Fach Mathematik legte Zahlen zum Anteil homosexueller Menschen offen und forderte die Schülerinnen und Schüler im Prozentrechnen heraus. Düsterer wurde es in Geographie, denn hier erklärte „Lehrer“ Anders, welche Strafen in manchen Ländern der Erde Homosexuellen drohen. Allerdings gebe es auch viele Staaten, die große Fortschritte in Richtung einer toleranten Gesetzgebung machten – wie zum Beispiel Deutschland.
Lehrkräfte und Schüler beim gemeinsamen Beachvolleyball-Spiel (Foto: Anja Claus)
Geschichte mal anders: Dieter Gollnick erzählt von seinem Schicksal als „politischer Häftling“ in der DDR. Foto: Anja Claus.
Bei der Preisverleihung: Carina Niewerth, Jakob Schatz, Laurent Herzberg, Lara Herrmann, Lena Schilling, Anela Muratović, Luisa Koch (von links nach rechts), Foto: S. Kainz
Geschäftsführer des Fördervereins Markus Geier (hinten r.) mit den Preisträgern der besten Seminararbeiten: Anela Muratovic, Marika Alesci (vorne, v. l.), Julian Braun, Czech Elias (Mitte, v. l.) und Theresa Stimmer (hinten l.). Foto: Katrin Dobler